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RECAST Urumqi – Ressourceneffizienz als Schlüssel zur nachhaltigen Megastadtentwicklung in Trockenräumen: Urumqi als Modellstadt für Zentralasien

Universität/Institut:Universität Heidelberg - Institut für Umweltphysik
Abteilung:Terrestrische Systeme und Geophysik
Region:Baden-Württemberg
Ansprechpartner:Prof. Dr. Kurt Roth
Tel.: +49 (0)6221 - 54 63 52
Email: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Projektlaufzeit:2008 bis 2013
Inhalt:Teilprojekt „Förderung nachhaltiger Megastadtentwicklung durch effiziente Bewirtschaftung der Wasserressourcen in einem semiariden Milieu“

Urumqi, Hauptstadt der autonomen Region Xinjiang im trockenen Nordwesten Chinas, ist eine Megacity mit enormen Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Die Stadt liegt am Rande der Gürbantünggüt-Wüste und am Fuße des Tianshan Gebirges, woher die Agglomeration ihr Wasser bezieht. Schon jetzt werden von den schnell wachsenden urbanen und industriellen Strukturen und der Bewässerungslandwirtschaft Oberflächen- und Grundwasserressourcen über die Erneuerungsrate hinaus verbraucht.

Die verbliebenen Wassermengen reichen nicht aus, um Schadstoffe und Anreicherungen aus dem Oasengürtel weiter weg zu transportieren, reichern sich in der Wüste an und werden von den vorherrschenden Nord- und Nordwestwinden wieder in Richtung des Gebirges geweht.

Es wird erwartet, dass der aktuelle und zukünftige Klimawandel besonders starke Auswirkungen auf diese semi-ariden Regionen haben wird, wo kleine Veränderungen der klimatischen Bedingungen große Veränderungen in der Bewohnbarkeit und Verfügbarkeit von Wasserressourcen nach sich ziehen.

Da die Stadt Urumqi mit ihren 4 Millionen Einwohnern in der Agglomeration zu groß für Untersuchungen und Umsetzungen im Rahmen des Projektes ist, beschränkt sich das Untersuchungsgebiet auf den Stadtteil Midong im Nordosten der Stadt.

Ziel des Teilprojekts ist es, Zustand und Nutzung der Wasserressourcen zu untersuchen, eine Optimierungsstrategie für eine nachhaltige Nutzung zu entwickeln und umzusetzen. Das Teilprojekt Wasser gliedert sich daher in drei Subprojekte.

Subprojekt 1

„Remote sensing of hydrological state“
(Patrick Klenk; Institut für Umweltphysik, Heidelberg)

Beobachtung und Untersuchung aktueller und zukünftiger Veränderungen und des Zustands des hydrologischen Systems mit Hilfe von Fernerkundung und Bodenradarmessungen, Entwicklung eines Proxy-Index für saisonale und jährliche Variationen und um den Einfluss des globalen Klimawandels zu messen

Subprojekt 2

„Development of water efficiency and conservation strategy“
(Katharina Fricke, Geographisches Institut, Heidelberg)

Entwicklung eines Informations- und Kontrollsystems für die Wasserressourcen auf Grundlage eines deskriptiven Wasserflussmodells, Vorschlag für eine Wassereinsparungsstrategie und Startpunkte für Modellprojekte

Durchführung der Feldforschungen für die Dissertation „Water resource challenge and conservation strategy for Midong, Northwest China – Analysis of the ecological and hydrological environment and development of a water information and control management system“ (Arbeitstitel)

Subprojekt 3

„Local implementation of technical solutions in the Midong District“
(N.N.)

Technische Lösungen für die Wassereinsparungsstrategie entwickeln und in Modellprojekten umsetzen

Relevanz:Entwicklung von Optimierungsstrategien zur nachhaltigen Nutzung von Wasserressourcen in semi-ariden Regionen
Kooperationsmöglichkeiten:Forschungsinstitute
Themenbereiche- Nachhaltige Wasserwirtschaft
Letzte Änderung:27. Mai 2010