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Thermische Untergrundspeicher in Energiesystemen: Optimierung der Einbindung der Aquiferspeicher in die Wärme- und Kälteversorgung der Parlamentsbauten im Berliner Spreebogen

Universität/Institut:Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Abteilung:Reservoirtechnologien / Internationales GeothermieZentrum ICGR
Region:Brandenburg
Ansprechpartner:Stefan Kranz

Projektpartner:
Institut für Energietechnik, TU Berlin
Geothermie Neubrandenburg GmbH
Institut für Umweltchemie, Universität Lüneburg

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Projektlaufzeit:2005-2010
Inhalt:Die Versorgung der deutschen Parlamentsbauten in Berlin mit Strom, Wärme und Kälte erfolgt über einen in seiner Art einmaligen Energieverbund.
Wärme und Kälte aus der Umwelt bzw. aus der Kraft-Wärme-Kopplung werden in diesem System auch zu Zeiten bereitgehalten, zu denen diese Energien im Gesamtsystem gerade nicht auf direktem Wege zur Verfügung stehen. Dazu wurden saisonale Wärme- und Kältespeicher in wasserführenden Schichten (Aquifere) unterhalb des Platzes der Republik vor dem Reichstagsgebäude eingerichtet und in Betrieb genommen.
Abnehmerbedarf, Systemkomponenten der Energieerzeugung und -verteilung und insbesondere die Gesteinsschichten sind durch unterschiedliches zeitliches Verhalten charakterisiert, so dass in der Gesamtanlage oftmals Konflikte zwischen deren optimaler Fahrweise sowie den in der Regel trägen Aquiferspeichern auftreten können. Ziel des Projektes ist es, Methoden zur Optimierung des Einsatzes der Einzelkomponenten und der Betriebsweise der Gesamtanlage zu erarbeiten. Aus diesen Ergebnissen sollen Konzepte für zukünftige Energieversorgungsanlagen mit Aquiferspeichern entwickelt werden.
Relevanz:Aquiferspeicher für Wärme und Kälte haben im Vergleich zu anderen Energiespeichern eine sehr große Speicherkapazität (einige GWh) und eignen sich somit sehr gut als saisonale Energiespeicher. Bei der Nutzung als Kältespeicher werden eheblich bessere COP’s (Coefficient of Performance) erreicht als bei der herkömmlichen Kältebereitstellung durch Kältemaschinen (Faktor 5 bis 10). Wenn Aquiferspeicher als Wärmespeicher in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) eingesetzt werden, führt dies zu einer deutlichen Erhöhung des KWK Anteils an der Bereitstellung von Strom und Wärme.

Aufgrund der hohen Speicherkapazität sind Aquiferwärme- und –kältespeicher für lokale Energieversorgungsysteme mit mehreren Abnehmern bzw. Großabnehmern geeignet. (Gebäudekomplexe, Wohngebiete, Industriekomplexe, u.a.)

Kooperationsmöglichkeiten:Energieversorger, Stadtwerke, Planer, Anlagenbetreiber
Themenbereiche- Umweltfreundliche Energieerzeugung
Letzte Änderung:27. Mai 2010
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