[A] [B] [C] [D] [E] [F] [G] [H] [I] [J] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [R] [S] [T] [U] [V] [W] [Z] 506 Projekte

Chancen für die nachhaltige Entwicklung durch neue hybride Wertschöpfungskonzepte (HyWert)

Universität/Institut:Fraunhofer - Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Abteilung:Industrie- und Serviceinnovationen
Region:Baden-Württemberg
Ansprechpartner:Marcus Schröter
Telefon +49 721 6809-338
Email: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Projektlaufzeit:
Inhalt:In jüngerer Zeit ist in verschiedenen traditionellen Wertschöpfungsketten eine Verschiebung in der Wertschöpfungsarchitektur zu beobachten. Anstelle physischer Produkte werden den Kunden die mit diesen Produkten zu erzielenden Funktionen und Leistungen verkauft. Charakteristisch für diese neuen "hybriden Wertschöpfungskonzepte" ist, dass hier Dienstleistungen und Produkte integriert und als Leistungsbündel vermarktet werden.

Zur effizienten Erbringung dieser "hybriden Wertschöpfung" sind häufig spezifische Innovationen hinsichtlich der technischen Gestaltung der Produktanteile notwendig, um etwa die Lebensdauern zu verlängern und die Wartungsfreundlichkeit zu verbessern. Die Motivation für solche Angebote ist unterschiedlich. Manche werden von den Anbietern aufgrund wirtschaftlicher Ziele entwickelt, die sich etwa in der Erzielung von Gewinnen, der Steigerung der Kundenbindung und in der schnelleren Diffusion von Produktinnovationen darstellen können. Während hier der Wirtschaftlichkeitsaspekt von Nachhaltigkeit explizit verfolgt wird, bleibt die Wirkung solcher Modelle für die ökologische Säule der Nachhaltigkeit unklar. Bei anderen Konzepten, beispielsweise bei Contractingmodellen im Energiebereich, liegen die ökologische und wirtschaftliche Motivation des Angebots näher beieinander.

Jedoch werden zuweilen Dienstleistungsmodelle zum Wohle der Umwelt propagiert, ohne dass deren sozioökonomische Tragfähigkeit erwiesen ist. Festzuhalten bleibt, dass der Beitrag innovativer "hybrider Wertschöpfungskonzepte" zur Nachhaltigkeit viele Chancen zu bieten scheint. Neben diesen Chancen sollen in diesem Projekt auch die Risiken für die Nachhaltigkeit herausgearbeitet werden.

Ziel des Projektes "HyWert" ist es, ausgehend von konkreten Fällen aus den Bereichen Druckluft, Werkzeugmaschinen, Abwasserbehandlung, und Kunststoffrecycling die Wirkungsrichtung innovativer hybrider Wertschöpfungskonzepte auf die Nachhaltigkeit qualitativ und - soweit möglich- quantitativ zu bestimmen. Faktoren, die diese Wirkungsrichtung beeinflussen, sollen identifiziert und daraus Handlungsempfehlungen für die Akteure des Innovationssystems hinsichtlich der Erschließung von Potenzialen und der Vermeidung von Risiken für die Nachhaltigkeit abgeleitet werden.

Relevanz:Qualitative und - soweit möglich- quantitative Bestimmung der Wirkungsrichtung innovativer hybrider Wertschöpfungskonzepte auf die Nachhaltigkeit ausgehend von konkreten Fällen aus den Bereichen Druckluft, Werkzeugmaschinen, Abwasserbehandlung, und Kunststoffrecycling.
Kooperationsmöglichkeiten:Forschungsinstitute
Themenbereiche- Energieeffizienz
- Rohstoff- und Materialeffizienz
- Kreislaufwirtschaft
Letzte Änderung:29. März 2010