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AKWA-2100: Alternativen der kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgung | |
| Universität/Institut: | Fraunhofer - Institut für System- und Innovationsforschung ISI |
| Abteilung: | Nachhaltigkeit und Infrastruktursysteme |
| Region: | Baden-Württemberg |
| Ansprechpartner: | Dr.-Ing. Harald Hiessl Telefon +49 721 6809-200 |
| Email: | This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it |
| Projektlaufzeit: | |
| Inhalt: | AKWA-2100 ist ein Verbundprojekt zur Erarbeitung konkreter Umsetzungsstrategien für die nachhaltige Umgestaltung der kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgung. Hierbei werden insbesondere Aspekte der Systeminnovation, der Nutzen/ Kostenoptimierung sowie des Technologieexports einbezogen. Systeme und Anlagen der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Deutschland sind in über 100 Jahren gewachsen und wurden in dieser Zeit mehrfach an die veränderten Bedürfnisse und Gewohnheiten ihrer Nutzer angepasst. Die bestehenden Strukturen sind heute jedoch grundsätzlich zu überdenken. Probleme bereiten: - neue Arten von Schadstoffen (zum Beispiel hormonähnliche Stoffe, Abbauprodukte aus Pharmaka) in Abwässern, Neue Konzepte der Wasserver- und Abwasserentsorgung orientieren sich an der Nachhaltigkeit, das heißt einem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen, gesellschaftlichen und ökonomischen Ressourcen. Dazu gehört unter anderem: Schonender Umgang mit den Wasservorkommen; Schaffung von Kreisläufen für Wasser und nutzbare Inhaltsstoffe (zum Beispiel Nährstoffe); Integration ressourcensparender und instandhaltungsfreundlicherer Technologien; sozial verträgliche Preise; gerechte Verteilung der ökonomischen Lasten zwischen den Generationen sowie die Entwicklung vorausschauender Strategien. Nur in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, die alle Bereiche (Technik, Umwelt, Finanzen und Verbraucher) einbezieht, kann ein solches Konzept umgesetzt werden. Die langfristigen Möglichkeiten zur Umgestaltung der kommunalen Abwasserentsorgung werden in zwei ausgewählten Modellgebieten analysiert. Das Modellgebiet Dortmund-Asseln weist einen städtischen, alten Bestand auf; das Modellgebiet Selm-Bork dagegen ist geprägt von ländlicher, lockerer Siedlung. Beide Gebiete sind typisch für zahlreiche andere Kommunen und daher als Demonstrationsprojekt geeignet. Nach einer Bestandsaufnahme werden für jedes Gebiet drei Szenarien zur langfristigen Fortentwicklung des Siedlungsentwässerungssystems entwickelt. Als Zeithorizont werden dabei rund 50 Jahre zugrunde gelegt. Ein Referenzszenario, das als Fortschreibung des bestehenden Abwasserentsorgungssystems entwickelt wird, bildet die Vergleichsgröße zur Bewertung der Alternativszenarien. Die Unterschiede werden vor allem bei der getrennten Erfassung der Abwasserteilströme (zum Beispiel Toiletten-, Küchen-, Wasch-, Dusch- und Regenwasser) erwartet, ferner bei den Abwasserbehandlungskonzepten (zentral, semizentral und dezentral) und der Wiedernutzung. Die Bewertung der Szenarien erfolgt aus technischer, ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Sicht. Bewertet wird die Energie- und Ressourceneffizienz, ferner die Umsetzbarkeit, die rechtlichen Konsequenzen, die Wartungsfreundlichkeit, die Flexibilität, der Finanzbedarf, die Akzeptanz der Nutzer und Grundstückseigentümer sowie die Umweltverträglichkeit. Für jede der Kommunen wird im weiteren Verlauf des Projektes ein Lösungskonzept detailliert. Das schließt eine Vorplanung und eine umfassende Technikfolgenabschätzung ein. |
| Relevanz: | Die gewonnenen Erkenntnisse werden für die Übertragbarkeit auf andere Kommunen im In- und Ausland aufbereitet. Sie dienen der Umgestaltung beziehungsweise Weiterentwicklung kommunaler Wasserver- und Abwasserentsorgungssysteme im Sinne einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. |
| Kooperationsmöglichkeiten: | Forschungsinstitute Wasserwirtschaftsverbände Kommunen Leitungsbau Haustechnik |
| Themenbereiche | - Nachhaltige Wasserwirtschaft |
| Letzte Änderung: | 29. März 2010 |





