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Energie- und Ressourceneffizienzsteigerung durch Recycling von Schleifkorn und Polyamid aus Abfällen der Schleiffilamentproduktion mit dem CreaSolv®-Verfahren

Universität/Institut:Fraunhofer - Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
Abteilung:Kunststoff-Recycling
Region:Bayern
Ansprechpartner:Dr. Andreas Mäurer
Tel. +49 8161 491-330
Email: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Projektlaufzeit:2009 bis 2010
Inhalt:Das verarbeitende Gewerbe setzt in vielfältigsten Varianten technische Bürsten ein. Diese Bürsten sind beispielsweise mit Naturfasern, synthetischen Fasern (mit und ohne Schleifmittelbeladung) oder mit Metalldrähten besetzt. Sie werden für das Entgraten von Werkstücken aus Kunststoff, Holz oder Metall, für die Oberflächenbehandlung (Entrosten, Entlacken, Polieren, Veränderung der Oberflächenstruktur) oder für die Werkstückreinigung eingesetzt.

In Deutschland werden 800 Jahrestonnen Schleiffilamente aus einem Polyamid-Trägermaterial, das mit einem abrasiven Schleifkorn aus Siliziumcarbid, Diamant oder Keramik besetzt ist, produziert. Dabei fallen durch kundenspezifischen Filamentzuschnitt bis zu 160 Jahrestonnen Produktionsabfall an. Weitere etwa vierfach höhere Abfallmengen entstehen beim Endkunden, die die Reste der Schleiffilamente in der Regel entsorgen. Hochwertige und hochqualitative Werkstoffe – unter anderem auch Industriediamanten mit einem Materialwert von einigen hundert Euro pro Kilogramm – geraten so in den Abfall.

Bei einer vollständigen werkstoffliche Rückgewinnung der genannten Abfallmengen am Produktionsort würden immense Rohstoffreserven geschont, aber auch die Emission von über 1000 Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart. Die Rückgewinnung scheiterte aber bislang an tragfähigen Recyclingtechnologien für die hochabrasiven Abfälle.

Mit dem am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung entwickelten CreaSolv®-Prozess (eingetragenes Warenzeichen der CreaCycle GmbH) wird nun ein werkstoffliches Recyceln möglich. In einem Lösungsmittel wird hierbei die Polyamid-Filamentmatrix gelöst und danach das Schleifkorn aus der Polymerlösung abgetrennt.

Relevanz:Vollständige werkstoffliche Rückgewinnung aus Zuschnittsabfall und Resten von Schleiffilamenten das sowohl das Polyamid-Trägermaterial, als auch das abrasiven Schleifkorn umfasst.
Kooperationsmöglichkeiten:Lösungsmittelhersteller
Schleifbürstenhersteller
Themenbereiche- Energieeffizienz
- Rohstoff- und Materialeffizienz
- Kreislaufwirtschaft
Letzte Änderung:25. März 2010