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CO2-Speicherung / Pilotstandort Ketzin

Universität/Institut:Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Abteilung:Zentrum für CO2-Speicherung
Region:Brandenburg
Ansprechpartner:Dr. Sonja Martens
Zentrum für CO2-Speicherung
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg, 14473 Potsdam
Tel.: +49 (0)331/288-1965
Fax: +49 (0)331/288-1529
Email: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Projektlaufzeit:seit 2004
Inhalt:Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur CO2-Speicherung am Standort Ketzin (Brandenburg) wird seit 2004 mit Hilfe der finanziellen Unterstützung nationaler (GEOTECHNOLOGIEN-Projekte COSMOS und CHEMKIN sowie COORETEC-Projekte CORDRILL und CORTIS) und europäischer Projekte (u.a. CO2SINK, CO2ReMoVe sowie der EUROGIA-Projekte COSMOS II & III) durchgeführt. Mit CO2SINK als Nukleus entwickelte sich das Untertagelabor in Ketzin zum ersten geologischen CO2-Speicherprojekt auf dem europäischen Festland.

Das Untertagelabor umfasst eine Injektionsbohrung und zwei Beobachtungsbohrungen. Für die Speicherung des CO2 werden Sandsteinhorizonte der Stuttgart-Formation (Keuper) in etwa 630 m bis 650 m Tiefe genutzt. Die Injektion von CO2 in Lebensmittelqualität begann am 30. Juni 2008; bis Mitte März 2010 wurden bereits ca. 32.500 Tonnen lebensmittelreines CO2 in einen salinen Aquifer injiziert. Unter der Koordination des GFZ wurde das weltweit modernste und umfangreichste Überwachungsprogramm konzipiert und umgesetzt. Die Schwerpunkte der bisherigen Arbeiten lagen und liegen zum einen auf der Sicherstellung eines stabilen Injektionsregimes und zum anderen auf der Installation, Erprobung und Auswertung unterschiedlichster Überwachungstechniken. Neben geophysikalischen Methoden wie Seismik, Geoelektrik und Druck- und Temperaturmessungen sowohl in den Bohrungen als auch an der Oberfläche kommen in Ketzin geochemische und mikrobiologische Methoden zum Einsatz.

Zur Fortführung der Forschungsarbeiten in Ketzin über das EU-Projekt CO2SINK hinaus (Ende der Projektlaufzeit 03/2010) wurde das Folgeprojekt CO2MAN (CO2-Reservoirmanagement) beim BMBF beantragt.

Relevanz:CO2-Speicherung
Kooperationsmöglichkeiten:Universitäten, Forschungsinstitute, Energieunternehmen, Oil & Gas, Stahl-, Zementindustrie
Themenbereiche- Umweltfreundliche Energieerzeugung
Letzte Änderung:25. März 2010
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