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Risikolebensraum Megacity

Universität/Institut:Helmholtz - Zentrum für Umweltforschung UFZ
Abteilung:Fachbereich Sozialwissenschaften
Region:Sachsen
Ansprechpartner:Dr. Dirk Heinrichs
Telefon: 0341 235 1739
Email: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Projektlaufzeit:Oktober 2005 bis September 2013
Inhalt:Urbanisierung, als soziales Phänomen und physische Transformation von Landschaften, stellt gegenwärtig einen der einschneidenden globalen Veränderungsprozesse dar. Während derzeit etwa die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt, wird sich nach Schätzungen der UN mehr als 90% des zukünftigen Wachstums in urbanen Räumen konzentrieren. Als Kristallisationspunkte von Entwicklungen und Problemlagen nehmen große Agglomerationen kritische Trends vorweg, deren regionale und globale Konsequenzen derzeit noch kaum absehbar sind.

Welche Risiken, aber auch Chancen, birgt die Mega-Urbanisierung? Wie lassen sich die Veränderungen des komplexen Lebensraums 'Megacity' beschreiben? Welche Strategien und Steuerungsmechanismen sind geeignet, dem Lebensraum 'Megacity' eine nachhaltigen Entwicklung zu ermöglichen? Welche institutionellen und organisatorischen Voraussetzungen sind zur Umsetzung erforderlich?

Diesen Fragen geht eine neue Forschungsinitiative nach, in der ab Oktober 2005 Wissenschaftler aus bisher fünf Helmholtz-Zentren gemeinsam mit Partnern aus Lateinamerika interdisziplinäres Orientierungs- und Handlungswissen erarbeiten.

Ausgehend von der übergreifenden theoretischen Betrachtung der Querschnittsthemen Governance, Nachhaltigkeit und Risiko erfolgt eine integrierte Untersuchung von konkreten megastadt-typischen Problemlagen. Hierzu zählen Landnutzungskonflikte, sozialräumliche Polarisierung, Luftverschmutzung sowie Energie- und Wasserversorgungsdefizite und damit verbundene Gesundheitsgefährdungen. Ziel der Initiative ist die Erarbeitung von Strategien einer nachhaltigen urbanen Entwicklung, deren Kern die Bewältigung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Risiken der Mega-Urbanisierung bildet.

Die Durchführung des Forschungsprogramms erfolgt zunächst am Beispiel des Ballungsraums Santiago de Chile. Hier wird mit der Einrichtung eines Centre for Sustainable Urban Development eine Plattform für die Verankerung der Forschungsaktivitäten und die praktische Umsetzung der Ergebnisse, sowie für die Ausweitung der Helmholtz-Forschungsinitiative auf weitere lateinamerikanische Ballungszentren geschaffen.

Relevanz:Erarbeitung von Konzepten u.a. zur Sicherstellung einer nachhaltigen Wasserversorgung von Megastädten und Ballungsräumen.
Kooperationsmöglichkeiten:Energieversorger
Wasserversorger
Stadtplanung
Themenbereiche- Nachhaltige Wasserwirtschaft
Letzte Änderung:24. März 2010