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Deutscher Windmonitor

Universität/Institut:Fraunhofer - Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik - IWES
Abteilung:Bereich Energiewirtschaft und Netzbetrieb
Region:Hessen
Ansprechpartner:Dipl.-Ing. Berthold Hahn
Telefon: +49 561-7294-329
Email: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Projektlaufzeit:Januar 2007 bis
Inhalt:Die Windenergienutzung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten mit hohem Tempo zu einer Technik entwickelt, der nunmehr eine wichtige Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung in Deutschland zugetraut wird. Damit die hohen, in die Windenergie gesetzten Ziele erreicht werden können, sind allerdings noch einige technische Hürden zu überwinden, darunter die Qualifizierung der Technik für den Einsatz auf See und die Integration des fluktuierenden Leistungsangebotes in ein auch zukünftig sicheres Versorgungsnetz.
Das Vorhaben „Deutscher Windmonitor“ soll im Wesentlichen drei wertvolle Beiträge zu diesen Aufgaben leisten. Die erste Aufgabe besteht in der Beobachtung der zur Verfügung stehenden Energiequelle „Wind“ als Eingangsgröße des deutschen „Windkraftwerks“. Mit einem Messnetz werden die Windgeschwindigkeiten an für die Windenergienutzung repräsentativen Standorten erfasst, nach verschiedenen Kriterien ausgewertet und verschiedenen Anwendungen und Nutzern zur Verfügung gestellt.
Die zweite Aufgabe besteht in der Erarbeitung von Grundlagen für eine verbesserte Kurzzeitprognose der Windleistung auf der Basis der Daten des Windmessnetzes. Eine bislang eingesetzte Kurzfristprognose nutzt die gemessene aktuelle elektrische Leistung repräsentativer Windparks. Gerade bei hohen Windgeschwindigkeiten sind aber aus der abgegebenen Leistung Tendenzen zunehmender oder abklingender Sturmereignisse nicht zu entnehmen, da die Anlagen auf ihre Nennleistung regeln. Die Verbesserung wird daher in der direkten Messung der Windgeschwindigkeit liegen, um die Genauigkeit der Kurzfristprognose insbesondere bei Starkwindereignissen zu erhöhen. Um für diese Aufgabe geeignete Daten zur Verfügung stellen zu können, wurde die automatische Abfrage der Messdaten aus den Datenloggern des Messnetzes durch die ISET-Datenzentrale von früher eintägigem auf ein jetzt einstündiges Intervall umgestellt.
Die dritte Aufgabe besteht in der objektiven Darstellung der Entwicklung der Windenergienutzung. Diese basiert zum einen auf den Daten des Windmessnetzes und zum anderen auf der Erhebung technischer und wirtschaftlicher Betriebsergebnisse von freiwillig berichtenden Windenergieanlagen-Betreibern.
Relevanz:Monitoring der bestehenden Windverhältnisse und Erstellung genauer Kurzfristprognosen zu Windaufkommen für optimalen Leistungsprognosen von Windkraftanlagen
Kooperationsmöglichkeiten:Windkraftanlagenbetreiber
Themenbereiche- Umweltfreundliche Energieerzeugung
Letzte Änderung:27. Mai 2010