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Implementierung von Windenergie: Institutionen, Eigentumsrechte und Akteure im Rahmen des Entscheidungsprozesses am Beispiel der Kykladen

Universität/Institut:Humboldt Universität Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät
Abteilung:FG Ressourcenökonomie, Department für Agrarökonomie
Region:Berlin
Ansprechpartner:Maria Proestou

Humboldt-Universität zu Berlin
Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät
Fachgebiet Ressourcenökonomie
Philippstraße 13, Haus 12
10099 Berlin, Germany
Phone: +49-30-2093-6142
Fax: +49-30-2093-6339
email: maria.proestou@staff.hu-berlin.de

Email: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Projektlaufzeit:seit September 2009
Inhalt:Die Lösung für weltweite Probleme liegt in einer klugen Mischung aus lokalem Engagement und globaler Politik. Im Rahmen der europäischen Energiepolitik hinsichtlich der Bekämpfung des Klimawandels sollen erneuerbare Energieformen auf nationaler sowie lokaler Ebene gefördert werden.
Die Inselgruppe der Kykladen im ägäischen Meer bietet sich aufgrund der Merkmale ihres Stromverbrauchs sowie ihres hervorragenden Windpotenziales besonders für die Implementierung von Windenergieprojekten an. Der Ausbau von Windenergie kann weiterhin zur Verbesserung der finanziellen und sozialpolitischen Situation Griechenlands beitragen.
Beim Implementierungsprozess von Windenergie treten Konflikte zwischen unterschiedlichen Interessengruppen auf. Dabei spielen nicht nur divergierende finanzielle Interessen und ökologische Auswirkungen, sondern auch die bestehenden Eigentumsrechte, Institutionen und Gepflogenheiten der lokalen Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Autorin die Vorgehensweise der lokalen Bevölkerung hinsichtlich der Implementierung von Windenergie zu untersuchen und zu analysieren. Die Theorie der Verfügungsrechte (Bromley 1989), die Theorie des kollektiven Handels (Ostrom 2009) und Hodgsons (1998) Vorgehensweise zu der Institutionenökonomik bilden grundlegende theoretische Ausgangspunkte. Basierend auf diesen Theorien soll die angestrebte Forschung den Entscheidungsprozess bei der Akzeptanz von Windenergie aus der Perspektive der Eigentumsrechte und Institutionen erklären.
Methodisch wird hauptsächlich auf qualitative Interviews zurückgegriffen. Dieses qualitative Verfahren ermöglicht die Identifizierung von Ursachen und die Erläuterung kausaler Beziehungen zwischen Akteuren und Institutionen auf lokaler Ebene. Weiterhin ist es für eine aussagekräftige Analyse der Überlegungen und Handlungen der interagierenden Akteure nötig. Die Vorgehensweise lokaler Bevölkerungsgruppen hinsichtlich der Implementierung von Windenergie aus der institutionellen Perspektive bleibt bisher unzureichend erforscht. Daher sollen die Ergebnisse der Untersuchung übergeordneten Politikebenen und Wirtschaftsakteuren sowie der Zivilgesellschaft allgemein zu einer unkomplizierten Auseinandersetzung mit den Potenzialen und Auswirkungen der Windenergienutzung verhelfen. Sowohl die jüngste Klimakonferenz in Kopenhagen als auch die globale Klimadiskussion zeigen die Schwierigkeiten bei der Ausbreitung und Implementierung erneuerbarer Energietechnologien auf der Ebene der internationalen Politik. Forschungen mit lokalem Fokus wie das angestrebte Forschungsprojekt können wichtige Beiträge zum Erreichen dieses Ziels sein.


Relevanz:Windenergie, Implementierungsprozess, Institutionen, Institutional Economics, Verfügungsrechte, Entscheidungsprozess, local planning
Kooperationsmöglichkeiten:Windenergieunternehmen, StromerzeugerInnen, Forschungsinstitute, Universitäten, Behörden
Themenbereiche- Umweltfreundliche Energieerzeugung
- Rohstoff- und Materialeffizienz
- Nachhaltige Mobilität
Letzte Änderung:17. März 2010
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